Medical Training

Kooperative medizinische Begleitung für Hunde

Information für Tierarztpraxen

Information für Tierarztpraxen

Medical Training als Vorbereitung auf Untersuchung und Handling

Im Medical Training werden Berührungen, Untersuchungspositionen und wiederkehrende Abläufe außerhalb der medizinischen Behandlung gezielt vorbereitet.

Ziel ist es, funktionale Kooperationsmöglichkeiten aufzubauen, Belastung im Training früh zu erkennen und bekannte Abläufe für spätere Untersuchungssituationen verfügbar zu machen.

Die medizinische Entscheidung und Durchführung bleiben vollständig bei der behandelnden Tierarztpraxis.

Trainingsinhalt

Was außerhalb der Behandlung vorbereitet wird

Medizinisch relevante Situationen werden in trainierbare Verhaltenselemente zerlegt. Dabei wird kein medizinischer Eingriff simuliert, sondern Verhalten vorbereitet, das später unter realen Bedingungen hilfreich sein kann.

01

Körperhandling

Berührungen verschiedener Körperregionen, Pfoten aufnehmen, Ohren betrachten, Maul und Zähne kontrollieren sowie kurze Manipulationen ankündigen und beenden.

02

Untersuchungspositionen

Aufbau klar definierter Positionen, die für Untersuchung oder Handling funktional genutzt werden können.

03

Vorbereitende Signale

Wiederkehrende Signale können den Beginn einer bekannten Handlingsequenz ankündigen und damit deren Vorhersagbarkeit erhöhen.

04

Start-, Pausen- und Endstrukturen

Der Hund lernt bekannte Abläufe kennen. Der Halter lernt zugleich, Veränderungen im Verhalten zu erkennen und Trainingsanforderungen außerhalb einer Behandlung anzupassen.

05

Equipment und Ablauf

Soweit sinnvoll, werden Gegenstände, Bewegungsabläufe und Positionierungen in den Trainingskontext integriert, ohne eine tatsächliche medizinische Maßnahme vorzutäuschen.

06

Generalisierung

Verhalten, das ausschließlich zuhause funktioniert, ist für eine Untersuchung nur eingeschränkt nutzbar. Deshalb werden Umgebung, beteiligte Personen und Anforderungen schrittweise verändert.

Zuständigkeiten

Hundetraining und Tiermedizin bleiben klar getrennt.

Medical Training kann medizinische Versorgung vorbereiten. Die Entscheidung darüber, was medizinisch notwendig, sinnvoll oder zumutbar ist, gehört jedoch nicht in den Trainingsbereich.

Meine Aufgabe im Training

  • Verhalten im Trainingskontext beobachten
  • Trainingsschritte planen und anpassen
  • geeignete Positionen und Kooperationsverhalten aufbauen
  • Hundehalter praktisch anleiten
  • Belastungsanzeichen im Trainingskontext einordnen
  • Verhalten schrittweise auf andere Kontexte übertragen

Aufgabe der Tierarztpraxis

  • Diagnostik
  • medizinische Indikationsstellung
  • Beurteilung von Dringlichkeit
  • Wahl der medizinischen Maßnahme
  • Durchführung der Behandlung
  • Entscheidung über Management, Medikation oder Sedierung
Ein trainiertes Pausen- oder Abbruchverhalten ist kein medizinisches Vetorecht.

Bei medizinischer Notwendigkeit entscheidet die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt über das weitere Vorgehen.
Im Praxisalltag

Was eine gute Vorbereitung praktisch bedeuten kann

Ein vorbereitetes Mensch-Hund-Team soll der Praxis keine zusätzliche Trainingsaufgabe geben. Im Idealfall bringt es bereits bekannte Abläufe mit, die genutzt werden können, sofern die medizinische Situation dies zulässt.

01

Vor dem Termin

Relevante Positionen, Berührungen und Handlingsequenzen werden außerhalb der Praxis vorbereitet. Der Halter sollte der Praxis nur die Informationen mitteilen, die für den konkreten Termin tatsächlich relevant sind.

02

Während der Untersuchung

Wenn Zeit, Situation und medizinische Anforderungen es zulassen, können bekannte Positionen, kurze vorbereitende Signale oder bereits trainierte Abläufe genutzt werden.

03

Bei steigender Belastung

Verhaltensänderungen können Hinweise darauf geben, dass eine bekannte Aufgabe schwieriger wird. Ihre medizinische Bedeutung oder Konsequenz wird jedoch nicht im Hundetraining beurteilt.

04

Wenn Kooperation nicht ausreicht

Dann ersetzt Training keine notwendige medizinische Maßnahme. Das weitere Vorgehen liegt bei der behandelnden Praxis.

05

Nach dem Termin

Beobachtungen aus dem Termin können anschließend in das weitere Training einfließen. Medizinische Interpretation und Behandlungsempfehlungen verbleiben bei der Praxis.

Keine zusätzliche Verpflichtung

Was Medical Training von einer Praxis nicht verlangt

Keine Trainerrolle

Die Praxis muss keine Trainingsmethode anleiten, überwachen oder beurteilen.

Keine Änderung medizinischer Standards

Medizinisch erforderliche Abläufe werden nicht zugunsten eines Trainingsplans verändert.

Keine Garantie auf Kooperation

Auch gut trainiertes Verhalten kann bei Schmerz, Krankheit, hoher Erregung oder ungewohnten Maßnahmen vorübergehend nicht verfügbar sein.

Keine Bewertung der Behandlung

Aufgabe des Trainings ist die Vorbereitung des Verhaltens. Tierärztliche Entscheidungen werden nicht aus hundetrainerischer Perspektive bewertet.

Fachliche Grenze

Kooperation ist ein Trainingsziel, keine Behandlungsvoraussetzung.

Nicht jede medizinisch notwendige Maßnahme kann vollständig freiwillig oder ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Medical Training kann Voraussetzungen verbessern.

Es kann Abläufe vorhersehbarer machen, bekannte Positionen bereitstellen und Haltern helfen, Veränderungen im Verhalten ihres Hundes früher zu erkennen.

Es kann jedoch nicht garantieren, dass Fixation, medikamentöse Unterstützung oder Sedierung in einer konkreten medizinischen Situation vermeidbar sind.

Diese Entscheidung richtet sich nach Gesundheitszustand, Dringlichkeit und medizinischer Notwendigkeit und liegt bei der behandelnden Tierarztpraxis.

Kurzinformation

Leitfaden für behandelnde Tierarztpraxen

Für Praxen steht eine kompakte Information zum Trainingsansatz, zu den verwendeten Abläufen und zur Rollenverteilung zur Verfügung.

Der Leitfaden dient ausschließlich der Information und enthält keine Vorgaben zu Diagnostik oder Behandlung.

Fachlicher Austausch

Rückfragen zu einem trainierten Ablauf

Wenn bei einem teilnehmenden Hund Fragen zum trainierten Handling oder zu bekannten Signalen bestehen, kann nach Absprache mit dem Hundehalter ein direkter Austausch sinnvoll sein.

Gegenstand dieses Austauschs sind ausschließlich die trainierten Verhaltensabläufe. Medizinische Einschätzungen erfolgen durch die behandelnde Praxis.

Alle meine Hunde

Verena Deschner
Hundetraining & Verhaltensberatung

E-Mail:
info@alle-meine-hunde.de

Z

1. Positive Verstärkung

Der Fokus auf gewünschtes Verhalten fördert Vertrauen und Motivation

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2. Klare Kommunikation

Deutliche Signale und Körpersprache für besseres Verständnis.

Z

3. Geduld & Empathie

Individuelles Tempo für bessere Erfolge und Spaß am Teamwork

Über „Alle meine Hunde“

Hi, ich bin Verena!

Seit 2012 betreibe ich unter dem Namen „Alle meine Hunde“ eine Hundebetreuung und helfe dir als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin bei Fragen und Problemen rund um den Hund – mein Herzensprojekt.

Testimonials

Was unsere
Kund:innen sagen

“Sehr einfühlsam!”

„Verena ist sehr einfühlsam, kann Hunde wie ein offenes Buch lesen.„

Michael

“Einfach top!”

„Sie arbeitet mit Hund und Mensch (sieht die Beziehung Hund/ Mensch als Team).Geht auf Wünsche individuell ein und pauschalisiert nicht.Fühle mich sehr gut aufgehoben in Trainingsgruppen und in Einzelterminen.Das Verhältnis zwischen Preis und der erhaltenen Leistung ist top!„

Andreas